2002 – 2017 | 15 JAHRE KUNSTMUSEUM

Ab 24.10.2017 stellen wir jeden Monat – für ein ganzes Jahr, Maler, Begebenheiten und Besonderheiten aus 15 Jahren Museumsarbeit vor.

Wie alles begann“ heißt die erste Ausstellung einer 13-teiligen Serie. Interessante Veranstaltungen und spannende Aktionen begleiten die jeweiligen Ausstellungen. Die Reihe startet mit den ersten 12 Ausstellungsexponaten, die im Oktober 2002 gezeigt wurden. Das Gemälde „Die Stadt Schwaan“, von Franz Bunke, datiert auf das Jahr 1928 ist nachweislich das erste Gemälde aus dem Sammlungsbestand.

Die monatlich präsentierten Ausstellungen geben damit Einblicke in die bisherige Forschung, Sammlung und Dokumentation zur einzigen Künstlerkolonie in Mecklenburg. Künstlerkolonien.

Künstlerkolonien sind ein gesamteuropäisches Phänomen. Sie entstanden größtenteils im ausgehenden 19. Jahrhundert. Die Schwaaner Künstlerkolonie gründete sich um 1880/85 und ist damit eine der ältesten Kolonien in Norddeutschland. Im Vergleich zu anderen europäischen Kolonien zeichnet sich Schwaan durch eine Besonderheit aus. Hier sind es nicht die Städter, die Zugezogenen, die die Kolonie mit Leben erfüllten, sondern es sind die Einheimischen, wie Franz Bunke, Peter Paul Draewing und Rudolf Bartels als bestimmende Maler, die besonderen Akzente setzen. Bunke war die tragende Persönlichkeit der Kolonie und verhalf der Freilichtmalerei in Mecklenburg zum Durchbruch. Rudolf Bartels sollte sich zum bedeutendsten Maler Mecklenburgs in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts entwickeln.

Der Erste Weltkrieg brachte einen tiefen Einschnitt in das lebendige Schaffen der Schwaaner Künstler. Draewing, Bartels sowie Heinsohn wurden eingezogen und verließen die heimatliche Kleinstadt. Bartels und Draewing fanden sich gelegentlich noch später ein. Wenngleich die Künstlerkolonie sich nicht vollends auflöste, waren die fruchtbarsten Jahre beendet. Franz Bunke kam auch weiterhin bis zu seinem Tode 1939 nach Schwaan, allein oder mit wenigen Schülern.
Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet die Künstlerkolonie Schwaan fast völlig in Vergessenheit. Fernab von allen Kunstzentren und Kunstschulen musste die Erinnerung an die schöpferische Atmosphäre um die Jahrhundertwende verblassen, zumal in Schwaan weder kommerzielle Ambitionen aufkamen, noch irgendwelche andere Anziehungspunkte für Besucher belebt wurden.

Die Entstehung der Kunstmühle
Mit der Wende hatte sich ein neues Traditionsbewusstsein entwickelt. Man erinnerte sich der Maler um Franz Bunke und es entstand mit einer fast zehnjährigen Vorbereitung ein Kunstmuseum in der alten Wassermühle.
Das Haus widmete sich anfänglich der Aufarbeitung der Geschichte dieser einzigen mecklen-burgischen Künstlerkolonie. Seit fünfzehn Jahren ergänzen Sonderausstellungen die Aktivitäten. Hierbei wird der Fokus nicht nur auf die traditionelle Landschaftsmalerei gelegt. Zunehmend erhalten im Herbst zur bundesweiten Aktion von KUNST HEUTE zeitgenössische Künstler die Möglichkeit einer Präsentation im Museum. Die gezeigten Arbeiten sind auch auf durchgeführten Pleinairs Vorort entstanden.
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Ausstellungen im Jubiläumsjahr