Ein Besuch aus dem Jahr 1900

 

 

Im Hintergrund zu sehen, ist das Gemälde von Otto Tarnogrocki, „Warten auf die Ausflugsboote“, das sich im Besitz des Museums befindet.

Fasziniert von dem Bild war am Mittwoch, 28.06.17, Barbra Katarina Witte aus Mannheim, wirkt Sie doch, passend gekleidet, wie dem Bild entstiegen. Seit sieben Jahren beschäftigt sich Barbra Katarina Witte mit der Epoche und dem Modestil der Viktorianischen Zeit und war zu Gast im Gutshaus Belitz. Das Gutshaus ist u.a. im Stil 1900 eingerichet und  hatte seine Türen zur „Sommerremiese 2017“ geöffnet. Babra Katarina Wittes eigene modische Kreationen finden hier beim jährlichen Besuch das passende Ambiente.

Wir  bedanken uns für den Besuch!


 

Zu diesem Thema im www gestöbert:

Herrscherin einer Epoche

Als Viktoria am 20. Juni 1837 zur Königin von Großbritannien und Irland gekrönt wird, kann noch niemand ahnen, dass ihr Name einmal repräsentativ für das ganze Jahrhundert stehen wird. Unter ihrer Regentschaft verliert die Monarchie weitgehend ihre Macht und wandelt sich zu einer repräsentativen Instanz. Denn die Geschicke des Landes prägen schon im 19. Jahrhundert nicht mehr Krone und Adel, sondern Industrielle, Handelsgesellschaften und ambitionierte Politiker.

Trotzdem verkörpert Viktoria sowohl den Wandel Großbritanniens zur neuzeitlichen Großmacht als auch das Festhalten an bürgerlichen Traditionen und Konventionen. So melden sich während ihrer Regierungszeit die ersten Kämpferinnen für Frauenrechte zu Wort, doch die Queen hält deren Ziele für überflüssig und unsittlich. (http://www.planet-wissen.de)

 

Vikorias Enkel

In der Blütezeit des Biedermeier war bei der Damenbekleidung bereits die schlanke Taille vorherrschend, die sich über Jahrzehnte als wichtigstes Merkmal weiblicher Mode erhalten sollte.
Die Taille wurde noch betont durch umfangreiche Röcke und große, aufgepuffte Oberärmel, auch Hammelkeulenärmel genannt. Die Röcke wurden bis in die 1850er-Jahre immer zahlreicher, um das gewünschte große Volumen zu erreichen. Dabei bleibt an Materialexperimenten nichts unversucht, von gequilteten Röcken über Stroheinlagen bis hin zu Roßhaar als Versteifungsmittel. Dieses Roßhaar, französisch crin, war der Ursprung der auf das Biedermeier folgenden Krinolinen-Mode. Weite Röcke kennzeichneten die Mode, die Ärmel wurden hingegen an den Schultern immer schmaler. Die Tagesbekleidung wurde immer „verschlossener“, d. h. die Ausschnitte umschlossen den Hals, die Ärmel waren entweder lang und schmal oder bei weiteren Ärmeln, sogenannten Pagodenärmeln, wurden enge Unterärmel getragen. Die zahlreichen Unterröcke wurden durch die Stahlreifenkrinoline abgelöst, eine deutliche Erleichterung im Tragekomfort. Mitte der 1860er Jahre entwickelte sich aus der gleichmäßig runden Krinoline erst eine elliptische Form, danach vollzog sich langsam aber stetig die Wandlung zur frühen Tournüre. Der bis dahin rundum gleich starke Unterbau verlor quasi seine gesamte Vorderfront, lediglich im rückwärtigen Bereich wurde durch einen Unterbau eine Modellierung der Silhouette vorgenommen. Die Tournüre trat ihren Siegeszug an. Die vormals eher schlichten Krinolinenkleider wandelten sich nun zu volantbesetzten Schleppenkleidern, die gemusterten Stoffe wurden abgelöst durch Rüschen, Falten und Spitzen. Mitte der 1870er Jahre wurden Kleider der
Küraßmode modern, einer schmalen Linie mit langgezogenen Oberteilen und raffiniert besetzen Röcken ohne formenden Unterbau.

Anfang der 1880er Jahre kam der Unterbau jedoch erneut in Mode, jetzt als Cul de Paris. Die Kleider verloren die verspielten Faltenbesätze, eine schlichte, geradlinige Eleganz wurde vorherrschend. Anfang der 1890er Jahre kamen die modellierenden Unterbauten endgültig aus der Mode. Die Röcke wurden zu schlichten weiten Glockenröcke, die Trennung in Rock und Bluse setzte sich bei Alltagskleidung auch in oberen Schichten endgültig durch.

Immer unbedingter Teil der weiblichen Mode war das Korsett, in wechselnder Form, um die jeweils gewünschte Silhouette zu erreichen, aber immer präsent.(www.victorias-enkel.de)