Die Künstlerkolonie Ekensund

Ekensund im Kreise der Künstlerkolonien an der Ostsee  (23.03. – 28.05.2017)

 

Das Kunstmuseum Schwaan widmet sich mit seinen Ausstellungen den historischen Künstlerkolonien, die sich unabhängig voneinander in ganz Europa bildeten.
Ekensund, am Nordufer der Flensburger Förde gelegen, war eine von vier deutschen Künstlerkolonien, die im ausgehenden 19. Jahrhundert an der Ostsee entstanden sind. Leider ist diese Künstlervereinigung nur wenig im deutschen und dänischen Bewusstsein verankert. Grund dafür ist die wechselvolle Geschichte mit ihren kriegerischen Auseinandersetzungen im deutsch-dänischen Grenzgebiet, in deren Folge Ekensund 1920 durch eine Volksabstimmung zu Dänemark kam.
Diese Künstlerkolonie, die zwischen 1875 und 1920 ihre Blütezeit erlebte, war ein loser Zusammenschluss junger Maler. Das Treiben der Fischer, die Fischerkaten, die Dächer der Ziegeleien, die Hafenansichten und vor allem das durch Wind und Wolken ständig wechselnde Licht waren attraktive Motive für die Künstler.

Der Küstenort an der Ostsee und seine Besonderheiten wurde bald unter auswärtigen Künstlern bekannt. Die jungen Maler, die in der Nähe der Flensburger Förde aufgewachsen waren, wie Theodor Sander, Jacob Nöbbe, Heinrich Rasch und Heinrich Petersen-Angeln, studierten unter anderem an der Kunstakademie in Berlin. Sie brachten von dort weitere Künstler nach Ekensund.

Otto Heinrich Engel, der von 1892 bis 1910 jedes Jahr nach Ekensund kam, wurde zum Mittelpunkt der zweiten Generation von Künstlern, zu der auch die Maler Erich Kubierschky und Walter Leistikow gehörten.

Diese Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit der Gemäldegalerie Dachau, Frau Iben Johansen/Dänemark und Dr. Ulrich Schulte-Wülwer aus Flensburg. Ein Katalog begleitet die Ausstellung.

 


FÜHRUNGEN ZUR AUSSTELLUNG

Sonntag, 02.04.2017 um 11.00 Uhr
Freitag, 19.05.2017 um 17.00 Uhr

Um Voranmeldung wird gebeten!

 

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