März bis Mai 2018 – DIE FINNEN SIND DA

DIE FINNISCHE KÜNSTLERKOLONIE ÖNNINGEBY IST ZU GAST

29.03. – 27.05.18

Die Künstlerkolonie Önningeby wurde von dem finnischen Landschafter Victor Westerholm (1860–1919) begründet, der zuvor an der Kunstakademie Düsseldorf und der Académie Julian in Paris studiert hatte. 1880 besuchte er die Ålandinseln und erwarb dort einen malerischen, ehemaligen Laden am Lemströmkanal. Das kleine Haus taufte er ›Tomtebo‹ – Wichtelheim.

Dorthin, an den für ihn »besten Platz auf der ganzen Welt zum Malen«, lud er befreundete Künstler ein. Dieser Einladung folgten schwedische, finnische und auch estnische Künstler, die sich von nun an jedes Jahr während der Sommermonate in den naheliegenden Höfen in Önningeby einmieteten. Mehr als die Hälfte von ihnen waren Frauen, die bevorzugt figürliche Motive malten. Die Künstler waren überwältigt von der Reinheit der unberührten Natur, den Felsen, dem Wald, der unvergleichlichen Flora, dem besonderen Licht des Nordens und den transparenten Farben. Gleichzeitig schätzten Sie die Ruhe auf den am Eingang des Bottnischen Meerbusens gelegenen Ostsee-Inseln. Hier konnten sie ungestört arbeiten.

Das Zentrum der Künstlerkolonie, die durch Presseberichte schnell weithin bekannt wurde, blieb Westerholms gemütliches Zuhause, wo er und seine Frau Hilma jeden willkommen hießen.

Zum Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens wurde der schwedische Maler Johan Axel Gustaf Acke (1859–1924), eine redselige und humorvolle Persönlichkeit. Die Jahre von 1886 bis 1892, in denen er nach Önningeby kam, gelten als die lebhaftesten in der Geschichte der Künstlerkolonie, die sich wie viele andere mit Beginn des Ersten Weltkriegs auflöste.

Erstmals in Norddeutschland sind etwa 60 Arbeiten hier im Museum zu sehen. Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit der Gemäldegalerie Dachau. Beide Museen – Mitglieder von „EuroArt, der europäischen Vereinigung der Künstlerkolonien“ – haben dabei ihr besonderes Augenmerk auf das Ausstellen europäischer Künstlerkolonien gerichtet, um die Vielseitigkeit dieser Bewegung Ende des 19. Jahrhunderts zu verdeutlichen.

 



Im Kunstmuseum werden mehr als 60 Arbeiten gezeigt. Ein reich bebilderter Katalog erscheint zur Ausstellung.

 

 

 

 

 

 

 

Preis: 19,00 €


Führung durch die Sonderausstellung

Freitag,   11.05.2018, 17:00 Uhr

Preis: 5,00 € p/P

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wir bitten daher um eine rechtzeitige Reservierung!