Besondere Orte und Sammlungen zum Thema Künstlerkolonien

Das Thema “Künstlerkolonien” ist ein gesamteuropäisches Phänomen. Der Grundstein für die Künstlerbewegung wurde um 1830 in Barbizon (Frankreich) gelegt. Neue Ausdrucksformen mit dem Blick auf die Natur, in der der Mensch nur eine untergeordnete Rolle spielte, kamen einer Revolution in der europäischen Landschaftsmalerei gleich. Diese Ideen wurden von Künstlern in anderen Ländern aufgenommen und spiegelten sich in den zahlreichen Künstlergemeinschaften in Europa wider.
Trotz der oft großen Entfernung zwischen den manchmal recht abgelegenen Orten, gab es einige grundlegende Gemeinsamkeiten. So war ein Auslöser für diese Künstlerbewegung u. a. die Abwendung der Landschaftsmaler von den Städten. Dort hatte es auf Grund der Industrialisierung deutliche soziale Veränderungen gegeben und an den Kunstakademien genossen die Landschaftsmaler ohnehin kein hohes Ansehen. Die »Landschafter« begaben sich daraufhin auf die Suche nach dem einfachen, naturverbundenen Leben außerhalb der Städte. Die Natur, in impressionistischer Manier gemalt, sollte, so wie man sie sah, rein und unverfälscht auf den Bildern festgehalten werden.

Gerade aber die Eigenarten einer Landschaft mit ihren darin lebenden Menschen, die sich über Jahrhunderte ihrer Umgebung angepasst haben, prägen die jeweilige Künstlerkolonie. Je nach ihrer Lage, sei es an der Küste, im Land oder in den Bergen gibt es spezielle landschaftliche Merkmale: es herrschen unterschiedliche klimatische Bedingungen, es gibt eine typische Pflanzen- und Tierwelt und das Licht lässt die Natur in den verschiedensten Farbspektren erscheinen.

VORSCHAU AUF GEPLANTE AUSSTELLUNGEN FÜR 2019

Chronisten der Landschaft

Ausgewählte Werke von Schülern, Lehrern und Meistern der Weimarer Malerschule
Sonderausstellung zum 100. Todesjahr von Theodor Hagen

23.03. – 10.06.2019

Theodor Hagen wurde nach seiner Ausbildung an der Königlich-Preußischen Kunstakademie Düsseldorf bei Ostwald Achenbach bereits mit 29 Jahren als Lehrer und Professor an die Großherzoglich-Sächsische Kunstschule in Weimar berufen und blieb ihr bis 1919 verbunden. Er war ein herausragender Landschaftsmaler und großartiger Kunstpädagoge, der die unterschiedlichen Veranlagungen seiner Schüler zu fördern wusste.

Große MV Kunstschau in Schwaan

Vom Groben zum Feinen – “Durch die Mühle gejagt“ –

22.06. – 31.08.2019

Die landesweite Kunstschau wird jährlich an einem anderen Ort im Bundesland ausgerichtet. Dabei ist das Kunstmuseum Schwaan neben seiner zentralen Lage in Mecklenburg-Vorpommern besonders interessant, da es selbst eine ehemalige Künstlerkolonie ist. Der im Jahr 1990 gegründete Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern e.V. im BBK zählt rund 300 Mitglieder und vertritt die Interessen der professionellen Kunstschaffenden des Landes.

Mein Freund der Baum

Sammlungsstücke aus Künstlerkolonien

08.09. – 15.12.2019

Bäume haben in der Kunst auch heute noch ihren Reiz nicht verloren. In unserer Kultur spielt der Baum eine wichtige Rolle. Er wurde verehrt und war Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Der Baum ist Lebensraum für Mensch und Tier, bietet Schutz, ist Grundlage für Nahrung und Bekleidung. Zahlreiche Gedichte, Märchen und Sagen unterstreichen seine Bedeutung.