Besondere Orte und Sammlungen zum Thema Künstlerkolonien

Das Thema “Künstlerkolonien” ist ein gesamteuropäisches Phänomen. Der Grundstein für die Künstlerbewegung wurde um 1830 in Barbizon (Frankreich) gelegt. Neue Ausdrucksformen mit dem Blick auf die Natur, in der der Mensch nur eine untergeordnete Rolle spielte, kamen einer Revolution in der europäischen Landschaftsmalerei gleich. Diese Ideen wurden von Künstlern in anderen Ländern aufgenommen und spiegelten sich in den zahlreichen Künstlergemeinschaften in Europa wider.
Trotz der oft großen Entfernung zwischen den manchmal recht abgelegenen Orten, gab es einige grundlegende Gemeinsamkeiten. So war ein Auslöser für diese Künstlerbewegung u. a. die Abwendung der Landschaftsmaler von den Städten. Dort hatte es auf Grund der Industrialisierung deutliche soziale Veränderungen gegeben und an den Kunstakademien genossen die Landschaftsmaler ohnehin kein hohes Ansehen. Die »Landschafter« begaben sich daraufhin auf die Suche nach dem einfachen, naturverbundenen Leben außerhalb der Städte. Die Natur, in impressionistischer Manier gemalt, sollte, so wie man sie sah, rein und unverfälscht auf den Bildern festgehalten werden.

Gerade aber die Eigenarten einer Landschaft mit ihren darin lebenden Menschen, die sich über Jahrhunderte ihrer Umgebung angepasst haben, prägen die jeweilige Künstlerkolonie. Je nach ihrer Lage, sei es an der Küste, im Land oder in den Bergen gibt es spezielle landschaftliche Merkmale: es herrschen unterschiedliche klimatische Bedingungen, es gibt eine typische Pflanzen- und Tierwelt und das Licht lässt die Natur in den verschiedensten Farbspektren erscheinen.