„Bettina Heinen-Ayech. Künstlerin zwischen zwei Kontinenten“
Ausstellung vom 16.01.2027 bis 04.04.2027
Bettina Heinen-Ayech wurde 1937 in Solingen geboren und wuchs in einem kulturell geprägten Elternhaus auf. Eine entscheidende Rolle für ihre frühe künstlerische Entwicklung spielte der Maler Erwin Johannes Bowien, der ihr Talent erkannte und sie über viele Jahre unterrichtete.
1954, im Alter von 16 Jahren, begann Heinen ihre Ausbildung an den Kölner Werkschulen. Dort studierte sie unter anderem bei Otto Gerster und beschäftigte sich intensiv mit Akt- und Porträtmalerei sowie mit monumentaler Wandmalerei.
Eine entscheidende Zäsur stellte die Reise nach Paris im Jahr 1960 dar. Gemeinsam mit Erwin Bowien besuchte sie die französische Hauptstadt, wo sie den aus Algerien stammenden Künstler Abdelhamid Ayech kennenlernte, den sie später heiratete. Die Begegnung mit ihm und die folgenden Aufenthalte in Algerien veränderten ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt nachhaltig.
Algerien wurde zu einem zentralen Bezugspunkt ihres künstlerischen Schaffens. Über Jahrzehnte lebte und arbeitete Heinen-Ayech zwischen Deutschland und Algerien. Insbesondere Guelma im Nordosten des Landes wurde zu einem Ort, an dem sich ihre persönliche Lebensgeschichte und ihre künstlerische Arbeit miteinander verbanden.
Gerade diese Verbindung unterschiedlicher Lebenswelten macht ihr Werk kunsthistorisch interessant. Heinen-Ayech übernahm die Landschaft Algeriens nicht einfach als exotisches Motiv. Sie entwickelte vielmehr eine eigene Bildsprache, in der Licht, Vegetation und Farbe zu bestimmenden Gestaltungsmitteln wurden. Die intensive Farbigkeit der Landschaft von Guelma prägte ihre Malerei nachhaltig.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.





