Das Kunstmuseum Schwaan und die Staatlichen Schlössern, Gärten und Kunstsammlungen MV starten in enger Kooperation ein überregional bedeutendes Ausstellungs- und Forschungsprojekt für das kommende Jahr: vom 14. August bis zum 28. November 2021 wird im Kunstmuseum Schwaan die Ausstellung Alfred Heinsohn – Maler der Moderne zu sehen sein. Neben bekannten Bildern werden auch zahlreiche bisher unbekannte Werke vorgestellt.

Oft können erst durch das Engagement und die Recherchen vieler Menschen Ausstellung und Publikationen in Museum möglich gemacht werden. Wir möchten bereits jetzt auf diesem Weg das Interesse auf diese ganz besondere Ausstellung richten und bitten um Ihre aktive Mitarbeit, da zu Alfred Heinsohn und seinen Arbeiten bisher nur wenig bekannt ist. Geplant ist zur kommenden Ausstellung ebenso eine begleitende  Publikation mit einem Werkverzeichnis.

Für Anregungen und Hinweise zu seinen Arbeiten, Briefwechsel, Postkarten oder anderen relevanten Dokumentationen bedanken wir uns im Voraus. Schreiben Sie uns oder rufen an. Der Museumsleiter des Kunstmuseums, Heiko Brunner, freut sich auf anregende Informationen.

Telefon: 03844.891792 oder
Mail:  info@kunstmuseum-schwaan.de

Alfred Heinsohn

Hamburg 1875 – 1927 Hamburg

Heinsohn_Portraitwurde am 10. Februar 1875 in Hamburg geboren. Er erlernte zunächst wie Bunke, Bartels und Draewing den Beruf eines Dekorationsmalers in Hamburg und besuchte ebenfalls die Gewerbeschule. Anschließend erhielt er Unterricht an den Kunstgewerbeschulen in Karlsruhe und in Düsseldorf.
Die Ausbildung zum Maler erfuhr der junge Heinsohn in Weimar bei Theodor Hagen und Christians Rohlfs, dem er wesentliche Impulse für sein eigenes Schaffen verdankt.

Von Weimar aus folgte er Franz Bunke und seinen Mitstudenten Rudolf Bartels und Peter Paul Draewing nach Schwaan.

Hier ließ er sich 1902 am Stadtrand ein Haus nach eigenen Vorstellungen zwischen der Bahnstrecke und der Warnow errichten. Dieses Haus veräußerte er etwa um 1910 und reiste danach durch die Schweiz und Frankreich. Mit der Einberufung zum Kriegsdienst verlieren sich die Spuren seiner künstlerischen Tätigkeit in Schwaan. Nach dem Krieg kehrte er nach Hamburg zurück und malte vor allem Landschaften und eine Reihe von Stadtansichten.

Vereinsamt und verarmt wählte Alfred Heinsohn am 12. November 1927 den Freitod.

Der Nachlass Alfred Heinsohns blieb bis vor kurzem völlig unbekannt. Da sich zudem keine Arbeiten in öffentlichem Besitz befanden, waren konkrete Vorstellungen von seinem Werk kaum gegeben.

Heinsohn ist ein für Farbeindrücke außerordentlich empfänglicher Anhänger expressiver Kunst. Vor allem seine Nachkriegsarbeiten veranschaulichen die besondere Gestaltungsweise des Malers, der seine Motive bis nahe zur Ungegenständlichkeit in abstrahierenden Formen flächig ausführt. Seine Bildfindungen sind von fast formelhafter Prägung. Das für ihn typische unbehandelte, grobe Sackleinen als Malgrund übernimmt teilweise die Funktion von strukturiertem, getöntem Papier. Heinsohn schuf neben Gemälden auch Aquarelle und farbige Zeichnungen, häufig in kleineren Formaten. Er hat sich darüber hinaus mit theoretischen Problemen der Farbe und Architekturentwürfen beschäftigt.

Alfred Heinsohn war zweifelsohne ein Künstler, der wegen seiner ausgeprägten gestalterischen Individualität Anschluss an die Moderne fand.

KUNSTMUSEUM SCHWAAN

Mühlenstraße 12
18258 Schwaan
Tel.: (+49) 0 38 44 – 89 17 92
Fax: (+49) 0 38 44 – 89 00 33 5
E- Mail: info@kunstmuseum-schwaan.de

Impressum

Datenschutzerklärung

ÖFFNUNGSZEITEN

November bis März:
Dienstag – Freitag: 11 – 16 Uhr
Samstag – Sonntag: 11 – 17 Uhr

Feiertags: 11 – 17 Uhr