Helfen Sie mit bei der Entdeckung des Künstlers Alfred Heinsohn

 Das Kunstmuseum Schwaan und die Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen MV starten in enger Kooperation ein überregional bedeutendes Ausstellungs- und Forschungsprojekt zum Werk des Malers Alfred Heinsohn. Erstmalig wird das gesamte Schaffen des bisher noch unzureichend bekannten Künstlers in einem Katalog vorgestellt. Alfred Heinsohns Gemälde und Aquarelle spiegeln seinen Weg zur Moderne wider und sind von einem unverwechselbaren Stil geprägt.

Zahlreiche Arbeiten befinden sich in Privatbesitz. Auch diese der Öffentlichkeit bisher noch nicht bekannten Werke sollen in der entstehenden Publikation abgebildet und dokumentiert werden. Dafür benötigen wir Ihre Hilfe und Unterstützung. Bitte melden Sie sich telefonisch oder per E-Mail im Kunstmuseum Schwaan. Sie erhalten einen Termin und wir erfassen Ihre Bilder für den Werkkatalog.

Ein professionelles Foto für die Publikation wird vor Ort angefertigt. Eine Restauratorin prüft den konservatorischen Zustand. Archivmaterial oder auch Geschichten rund um den Erwerb der Werke sind herzlich willkommen.

Selbstverständlich werden Ihre persönlichen Daten vertraulich und konform mit der Datenschutzverordnung behandelt.

Wir freuen uns, wenn Sie aktiv zum Gelingen des Projektes beitragen.

Sie erreichen uns per Telefon: 03844-891792 oder E-Mail info@kunstmuseum-schwaan.de

Die Ausstellung Alfred Heinsohn – Maler der Moderne wird vom 14. August bis zum 28. November 2021 im Kunstmuseum Schwaan zu sehen sein.

Alfred Heinsohn

Hamburg 1875 – 1927 Hamburg

Heinsohn_PortraitHeinsohn wurde am 10. Februar 1875 in Hamburg geboren. Er erlernte zunächst wie Bunke, Bartels und Draewing den Beruf eines Dekorationsmalers in Hamburg und besuchte ebenfalls die Gewerbeschule. Anschließend erhielt er Unterricht an den Kunstgewerbeschulen in Karlsruhe und in Düsseldorf.
Die Ausbildung zum Maler erfuhr der junge Heinsohn in Weimar bei Theodor Hagen und Christians Rohlfs, dem er wesentliche Impulse für sein eigenes Schaffen verdankt.

Von Weimar aus folgte er Franz Bunke und seinen Mitstudenten Rudolf Bartels und Peter Paul Draewing nach Schwaan.

Hier ließ er sich 1902 am Stadtrand ein Haus nach eigenen Vorstellungen zwischen der Bahnstrecke und der Warnow errichten. Dieses Haus veräußerte er etwa um 1910 und reiste danach durch die Schweiz und Frankreich. Mit der Einberufung zum Kriegsdienst verlieren sich die Spuren seiner künstlerischen Tätigkeit in Schwaan. Nach dem Krieg kehrte er nach Hamburg zurück und malte vor allem Landschaften und eine Reihe von Stadtansichten.

Vereinsamt und verarmt wählte Alfred Heinsohn am 12. November 1927 den Freitod.

Der Nachlass Alfred Heinsohns blieb bis vor kurzem völlig unbekannt. Da sich zudem keine Arbeiten in öffentlichem Besitz befanden, waren konkrete Vorstellungen von seinem Werk kaum gegeben.

Heinsohn ist ein für Farbeindrücke außerordentlich empfänglicher Anhänger expressiver Kunst. Vor allem seine Nachkriegsarbeiten veranschaulichen die besondere Gestaltungsweise des Malers, der seine Motive bis nahe zur Ungegenständlichkeit in abstrahierenden Formen flächig ausführt. Seine Bildfindungen sind von fast formelhafter Prägung. Das für ihn typische unbehandelte, grobe Sackleinen als Malgrund übernimmt teilweise die Funktion von strukturiertem, getöntem Papier. Heinsohn schuf neben Gemälden auch Aquarelle und farbige Zeichnungen, häufig in kleineren Formaten. Er hat sich darüber hinaus mit theoretischen Problemen der Farbe und Architekturentwürfen beschäftigt.

Alfred Heinsohn war zweifelsohne ein Künstler, der wegen seiner ausgeprägten gestalterischen Individualität Anschluss an die Moderne fand.

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