EUROPÄISCHE KÜNSTLERKOLONIEN IM NETZWERK

Das Museum als Lern- und Bildungsort gehört auch mittlerweise zum Selbstverständnis, wenngleich in der Praxis dann doch mangels Finanzen, klugen Ideen oder personeller Kompetenz gelegentlich Wünsche offen bleiben. Den Museen wird zugute gehalten, dass sie sich für die Wissensermittlung besonders gut eignen. Man lernt schlicht bei jedem Museumsbesuch etwas Neues dazu.

Grundlegende Idee des Netzwerks ist es, die Möglichkeiten grenzüberschreitender Museumszusammenarbeit zu nutzen, um Geschichte im transnationalen Kontext darzustellen. Mit euroArt – der Europäischen Vereinigung der Künstlerkolonienhaben sich 43 Künstlerkolonien aus 13 Ländern in eines Netzwerk zusammen gefunden. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, das gemeinsame europäische Kulturerbe der Künstlerkolonien zu pflegen, zu erhalten und zu verbreiten, um einen Beitrag zur Entwicklung eines europäischen Kulturbewusstseins zu schaffen.

Schwaan gehört seit dem Jahr 2000 dazu.
Sitz der Gesellschaft ist Tervuren/Belgien. Der Museumsleiter Heiko Brunner arbeitet seit mehreren Jahren im Vorstand von euroArt.

EAU Lumiere

Die impressionistische Bewegung, die im 19. Jahrhundert entstand, beeinflusste den gesamten europäischen Kontinent durch Maler wie Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir, Berthe Morisot, Alfred Sisley, Franz Bunke, Ivan Grohar, Francisco Llorens-Diaz. Die führenden impressionistischen Maler forderten mit der Spontanität ihrer Pinselstriche, die Kern ihrer Darstellung der Welt war, den existierenden Akademismus heraus. In ihren Anfängen sehr infrage gestellt, wird dieser revolutio-nären künstlerischen Bewegung heute in einer Vielfalt an Ausstellungen und Restro-spektiven gehuldigt.

Die Routen des Impressionismus zielen darauf, Zugang für alle zu künstlerischem Wissen zu ermöglichen, indem sie Kulturerbe und touristische Aktivitäten entwickeln. Eine Vielzahl von Ausstellungen, Veranstaltungen und Konferenzen werden in den gegenwärtig sechs Mitgliedsländern (Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Slowenien und die Niederlande) organisiert. Sechs thematische Routen wurden bisher entwickelt, die dem Besucher ermöglichen, einem oder einer Gruppe von Künstlern zu folgen, um ein besseres Verständnis des europäischen Aufbrausens, das diese Bewegung verursacht hat, zu erreichen.

Die Eau-et-Lumière-Vereinigung wurde 2009 gegründet um das Erbe und den touristischen Wert der von den Landschaftsmalern des 19. und 20. Jahrhunderts und insbesondere von den Impressionisten dargestellten Orte Europas zu würdigen. Das Projekt basiert auf der Schaffung von 12 Routen für 12 europäische Maler. Das Föderationsnetzwerk beabsichtigt, ein globales touristisches Angebot auf europäischer Ebene, gemeinsame Kommunikationsmittel, einen einfachen Zugang der Jugend zu Kultur und Gedächtnis des Kontinents zu fördern, den Austausch zu bereichern und eine neue, auf modernen Trends beruhende touristische Dynamik zu schaffen. Der europäische Verband euroArt, der mehr als 50 Künstlerkolonien in 19 europäischen Ländern vereint, ist hierbei Partner.

Kunstmuseum Schwaan
Mühlenstraße 12
18258 Schwaan

fon: ++49/ (0)3844/ 891792
mail: info@kunstmuseum-schwaan.de
web: www.kunstmuseum-schwaan.de

www.impressionismsroutes.com


Impressionisms Routes : L’AJP félicite le travail récompensé de deux membres associés
L’AJP félicite nos membres associés Pierre Bedouelle et Georges Lucenet dans leurs efforts au sein de l’Association Eau & Lumière pour la reconnaissance des Impressionisms Routes (Routes des Impressionnismes) en Europe.


https://www.laopinioncoruna.es/gran-coruna/2019/03/21/llorens-codea-monet/1385779.html

Auf den Spuren der Künstlerkolonie Schwaan & der Routen der Impressionisten in Paris

Die Spurensuche führte vom 11.10. – 13.10.2019 von Schwaan in das Zentrum von Paris, in den Louvre. Im Carrousel de Louvre, der unterirdischen Einkaufspassage im Zentrum von Paris konnten mit dem Projekt
„Impressiomism Routes“ Reproduktionen von Gemälde zum Impressionismus in Europa entdeckt werden.
Der Louvre ist das drittgrößte Museum der Welt. Zehn Millionen Besucher finden jährlich den Weg in die ehemalige Residenz der französischen Könige.

Hier eröffnete der Generalsekretär von euroArt, der Europäischen Vereinigung der Künstlerkolonien, und Präsident der Route der Impressionisten, Pierre Bedouelle, die „Les Routes des Impressionnismes“, eine bedeutende Ausstellung zur Route des Impressionismus in Europa.

Der Informationsstand “Impressionism Routes”, der unter der Schirmherrschaft des Europarates steht, stellt ein wirksames Instrument für die Sichtbarkeit dieser Routen dar. Derzeit sind an der Ausgestaltung der Routen durch Europa sechs europäische Länder beteiligt. Unter anderem wird es eine: Monet-Route, Renoire-Route und Jan Tourup-Route geben. Für Deutschland ist eine „Franz Bunke Route“ geplant.

Das Kunstmuseum Schwaan ist derzeit einziger deutscher Partner und hoch erfreut, dass eine Reproduktion der Stadtansicht von Franz Bunke den Besuchern des Carrousel de Louvre gezeigt werden konnte und somit die Perspektiven, die die Kulturrouten des Europarates bieten, nachhaltig veranschaulicht werden kann.

Diese Routen stellen Netzwerke dar, die die Grundwerte des Europarates verwirklichen: Menschenrechte, kulturelle Demokratie, kulturelle Vielfalt und Identität, Austausch und gegenseitige Beförderung über Landesgrenzen und Jahrhunderte hinweg. Sie fungieren als Kanäle für den interkulturellen Dialog und fördern das Wissen und ein besseres Verständnis der europäischen Geschichte.

Das Projekt “Impressionisms Routes” in Europa zielt darauf ab, innerhalb des Kontinents eine Verbindung zwischen den Orten zu schaffen und zu fördern.

Hier haben die Freilichtmaler von der Mitte des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts ihre Inspiration gefunden und gelebt. Es sind die Orte, an denen sie Künstlerkolonien errichteten und die Städte, in denen heute ihre Werke in Museen oder Kulturstätten ausgestellt werde. Diese Sammlung von Stätten bildet ein wahres “Freilichtmuseum” der abgebildeten Landschaften und ermöglicht die direkte Verbindung der Besucher mit der impressionistischen Bewegung.