Alfred Heinsohn, Petriturm, Privatbesitz

Zwei Museen – Eine Ausstellung

Alfred Heinsohn – Ein Maler der Moderne

Kooperationsprojekt: Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen M-V mit dem Kunstmuseum Schwaan
Ausstellung vom 14.08. – 28.11.2021 im Kunstmuseum Schwaan (Änderungen möglich)

Bisher ist über den Künstler Alfred Heinsohn nur wenig bekannt. Alfred Heinsohn, geboren 1875 in Hamburg, erhielt die Ausbildung zum Dekorationsmaler und studierte später an den Kunstgewerbeschulen in Karlsruhe und Düsseldorf. Später setzte er seine Studien in Weimar fort und ging von dort mit seinen Mitstudenten Franz Bunke, Rudolf Bartels und Peter Paul Draewing nach Schwaan. Alfred Heinsohn baute hier als einziger Maler der Künstlerkolonie nach eigenen Entwürfen ein kleines Atelierhaus am Rande der Stadt, heute noch „Warnow-Villa“ genannt. Etwa zehn Jahre lebte und arbeitete Heinsohn in Schwaan, stellte 1904 gemeinsam mit Franz Bunke, Peter Paul Draewing und Rudolf Bartels im Museum Rostock aus. Mit der Einberufung zum Kriegsdienst verlieren sich die Spuren seiner künstlerischen Tätigkeit in Schwaan. Nach dem Krieg ließ er sich in Hamburg nieder und malte Landschaften und eine Reihe von Stadtansichten. Im Jahr 1927 wählte er den Freitot.

Die Ausstellung widmet sich der Aufarbeitung des Lebenswerkes von Heinsohn.
Wie bei keinem anderen Schwaaner Maler vollzogen sich in seinem Schaffen gravierende künstlerische Veränderungen von der Gestaltung geschauter Natur bis zur Abstraktion, von der Darstellung des Raumes bis zur Fläche, von der malerischen Umsetzung bis zur zeichenhaften Formulierung. Sich immer wieder neue Aufgaben stellend fand Heinsohn für seine Kunst zu einer der Moderne verpflichtenden Ausdrucksweise, durchaus beeinflusst vom Werk seines Lehrers Christian Rohlfs. 

Die sich um 1900 entwickelnden Stile wie Expressionismus, Futurismus und Kubismus blieben für ihn bis zu seinem Freitod 1927 inspirierend. Im Rahmen der Ausstellung wird eine umfassende historische Dokumentation mit der Einbindung der Biografie des Künstlers in die Zeit- und Kunstgeschichte erarbeitet. Die zweisprachige Publikation zur Ausstellung rundet das ambitionierte Projekt ab.

Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung unterstützt dieses Kooperationsprojekt gemeinsam mit der OSPA – Stiftung mit einer großzügigen Zuwendung. Damit wird die erfolgreiche Zusammenarbeit der vergangenen Jahre mit den beiden Museen in Schwaan und Schwerin fortgesetzt.

Projektleitung:

Heiko Brunner, Kunstmuseum Schwaan / Dr. Kornelia Röder, Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen MV

KUNSTMUSEUM SCHWAAN

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