RUDOLF BARTELS (1872–1943)

Stillleben – Leben in der Stille ­
Meditation über die Schönheit

09.12.2018 – 06.01.2019

Mit dieser kleinen Kabinettausstellung erinnern wir an den Schwaaner Maler Rudolf Bartels (1872–1943).

In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts entwickelte sich das Stillleben in ein wahrhaftiges Experimentierfeld für Künstler und Betrachter. Rudolf Bartels nahm an diesen überwältigenden Experimenten teil. Abseits der Weltläufe und in aller Stille schuf er seine gedankenverlorenen Bilder.

Bartels war schon zu Lebzeiten wegen seines eigenständigen und individuellen Stils eine umstrittene Persönlichkeit, sein Schicksal, wie das vieler Künstler, von tiefer Tragik bestimmt. Seine Kunst wurde wegen ihrer reichen Farbklänge häufig mit kraftvoller oder auch leiser Musik verglichen. Vielleicht waren es Gegensätze wie Traum und Wirklichkeit, denen er ohne Anspruch auf Besitz in seinen Bildern nachspürte.

Schon in jungen Jahren malte Bartels gern Stillleben, mit einer lebendigen Farbigkeit bei unverwechselbarem Strich und spannungsvoller Zuordnung. Es waren Blumen, die er in seiner unmittelbaren Umgebung häufig vorfand. Dabei wusste er wirkungsvoll, das Details dem wesentlichen Gesamteindruck unter zu ordnen. Stets faszinierten die Beschaffenheit des Themas und die Leuchtkraft der Farben seine Bilder.

Er hatte im Besonderen eine Vorliebe für erlesene, auch glänzende oder leuchtende Gegenstände, so werden Glasvasen, Äpfel, Südfrüchte, Kuchen, Gemüse, Fische, Körbe oder Weintrauben in die Gesamtkomposition einbezogen.

Er gab seinen Aufführungen damit dem Unscheinbaren, Alltäglichen und Unspektakulären eine einprägsame Gestalt. Wir stellen in dieser kleinen Ausstellung neun ausgewählte Werke vor.