Fischerhude – das stille Künstlerdorf

Ausstellung vom 25.06. – 21.08.2022

In den weiten Niederungen der Wümme – ganz unter alten Eichen verborgen – liegt der kleine Ort Fischerhude bei Bremen. Auf der Suche nach dem geheimnisvollen Licht kamen Maler nach Fischerhude und fanden dieses Leuchten auf den dunklen Kanälen der Wümme, in denen sich die alten Weidebäume, der Himmel und die endlose Weite des Horizontes spiegelten. Nicht umsonst sagte Otto Modersohn über Fischerhude „Das Dorf wirkte märchenhaft auf mich“.  Fischerhude wurde fast zufällig zum Künstlerort und zog mit seinem stillen Zauber eine Vielzahl von Künstlerinnen und Künstler an.

Der Maler Heinrich Breling (1849-1914) kehrte 1886 in seine norddeutsche Heimat zurück und lebte mit seiner Frau und seinen sechs, ebenfalls künstlerisch begabten Töchtern in Fischerhude. Die Tochter Louise wurde später Otto Modersohns dritte Ehefrau. Obwohl durch Brelings Anwesenheit Fischerhude bereits ein „Künstlerort“ war, haben die beiden Worpsweder Otto Modersohn (1865-1943) und Fritz Overbeck (1869-1909) Fischerhude zum zweiten Mal „entdeckt“. Wie zufällig fanden sie im Jahr 1896 den Ort bei einer Wanderung von der „Omnibusstation“ Falkenberg bei Lilienthal. Nach ihrem Besuch in Fischerhude meinten die beiden „sie haben sich in Worpswede geirrt“ – Fischerhude überträfe Worpswede an malerischen Reizen. An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war das damals unbekannte Fischerhude eine abgelegene „Insel“ und nur schwer erreichbar. Hier konnten Künstlerinnen und Künstler abseits der Akademien in die „unberührte“ Natur flüchten und die Landschaft unter freiem Himmel studieren. Diese landschaftliche Abgeschiedenheit von Fischerhude und die Lage an der Wümme hat der Ort mit dem zwischen Warnow und Beke gelegenen Schwaan gemeinsam. In der Ausstellung „Fischerhude. Das stille Künstlerdorf“ werden Gemälde der Künstler aus der ersten bis dritten Entstehungsphase von Fischerhude als Künstlerort gezeigt. Gezeigt werden 40 Landschaften, darunter eine große Anzahl von Werken von Otto Modersohn.

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