Henning Spitzer

“…von den Empfindungen ausgehend die Wirklichkeit in Erregung verwandeln…”

Es gilt die Empfindung für unmittelbare Wirklichkeit intuitiv so vorzutragen dass zumindest dieselbe Erregung wie beim Betrachten entsteht; die Arbeit zeigt die momentane Verfassung des Schaffenden, die Zuneigung zum Motiv und den schöpferischen Akt der Entstehung, unvorhergesehen, nicht erdacht, unverfälscht. Die sich ständig anders zeigende Natur ist nicht auszudenken, das unglaublich Schöne kann nur durch zusammenhängende Wahrnehmung erfahren werden. Im Üben.

VITA

über mich
1971
geboren in Greiz, aufgewachsen in Lichtenhagen 
entdeckte ich in der Malklasse des Rostocker Konservatoriums unter Waldemar Krämer im Porträtzeichnen eine Neigung zum bildlichen Erfassen des Erfahrbaren. 
1995
Nach dem Studium der angewandten Künste in Heiligendamm – FH-Diplom als Formgestalter – wuchs während der anschliessenden freiberufllichen Designertätigkeit der Drang nach sinnlich-zweckfreiem und dennoch konkretem Schaffen. In jahrelangem intensiven Aktstudium, gespeist durch die jeweilige Erregung des Moments, erkannte der Rostocker Maler Jürgen Weber mein Temperament und förderte dieses. Die folgende Auseinandersetzung zwischen Konkretem und Zügellosigkeit im ständigen Üben bildete Grundlage und Handschrift für die allmählich beginnende Auseinandersetzung mit Figürlich-Plastischem. Die zunächst als einfacher empfundene sinnliche Formung (im Vergleich zur Suche nach dem Umriss) wuchs unter den Bildhauern 
1998
Thomas Jastram und Michael Mohns schnell zu einer neuen Aufgabe. Handwerkliche Konstruktion und sinnlich-impulsives Arbeiten in Gips und Ton vor Modell führten mich zu einem Aufbaustudium nach Halle an die 
2001
Burg Giebichenstein zu Professor Bernd Göbel. Dieser Schritt war mit Ausschließlichkeit verbunden. So beendete ich 2001 die Tätigkeit als Designer. Trotz Erlernens wichtiger technischer Fertigkeiten kehrte ich, enttäuscht und angesteckt von der vorherrschenden Lustlosigkeit, fehlenden Gier im Übertragen des Erlebten, der Bildhauerklasse bald den Rücken. Es folgten Jahre voller Frust und Ablenkung in Mecklenburg. Erst die Rückkehr nach Rostock und die erneute Ansteckung durch das vorbildliche tägliche Üben von Jürgen Weber beflügelte mein Tun. Die lang ersehnte Einheit von Leben und Arbeit schaffte ich in einem kleinen Raum in der Östlichen Altstadt von Rostock. So begann die Zeit des Getriebenseins und des Immer-Tun-Müssens. Mit der `Richtigen`an meiner Seite und mittlerweile 4 Kindern ließ sich das Lebensideal nicht fortführen. Neben dem Umzug 
2010
nach Güstrow schafft seit 6 Jahren das Atelier im Krönchenhagen in Güstrow´s Innenstadt den schöpferischen Rahmen. Seither verfolge ich das Ziel der Entwicklung einer vitalen Formenprache vergleichbar mit dem ´a la prima´ in der Malerei, die der Idee von der Grossen Offenen Form folgt. Eine äußerst lebendige schaffensbetonte Oberfläche. Die fruchtbare Dreieinigkeit von Emphatie, Impuls und Konstruktion folgt einzig dem Ziel der Verwandlung des Sichtbaren und Empfundenen in eine eigene Wirklichkeit. 
 
Atelier:
Krönchenhagen 13, 18273 Güstrow

Postanschrift:
Rostocker Str. 41, 18273 Güstrow
Tel. 0178.1380504
 

Ausstellungsverzeichnis

Schleswig-Holstein-Haus Schwerin | Kunstmuseum Schwaan, Skulpturenpark und Kunst.Wirtschaft |
Galerie Berger, Schwerin | Nominierung Rostocker Kunstpreis | REALISSIMA ….und…..|
Galerie am Alten Markt, Rostock |  Evangelische Akademie Rostock | Galerie Wilhelminenhaus, |
Kiel
arte-deposito, Murchin | Schleswig-Holsteinhaus-Schwerin | Marstall Schwerin | Skulpturensommer Bissee | Galerie Terra Rossa, Leipzig